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Was gibt es neues von der U5 am Hartzloh? Wie steht der Senat zu Alternativvorschlägen bezüglich Streckenführung und Haltestellenstandorten?

 

Auf Druck der Öffentlichkeit, insbesondere der Aktivitäten der Bürgerinitiative (BI) „Lebenswerter Hartzloh“, hat die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) am 14. Dezember 2016 einen außerplanmäßigen „Bürgerdialog“ in der Stadtteilschule Helmuth Hübener veranstaltet, zu dem etwa 300 Bürger erschienen, die von der Baumaßnahme Haltestelle „Hartzloh Ost“ betroffen wären. Nicht anwesend waren hingegen die Vertreter des Senats, der Verkehrsbehörde und der Bezirksamtsleiter.

 

Trotz der Ankündigung der HOCHBAHN, dass andere Standorte geprüft würden, wofür es bis dato keine Evidenz gibt, festigte sich der Eindruck bei den Betroffenen, dass die HOCHBAHN wegen des angeblichen Nutzungspotenzials, der Kürze der Strecke und der offenen, weil billigen Bauweise am „Hartzloh Ost“ festhält. Hierzu wurde auf die Vorgaben des Senats verwiesen.

 

Seitens der BI wurde allerdings auf alternative Standorte hingewiesen, wo es wesentlich mehr Platz für die Baustelle gibt, sodass vor allem bei unterirdischer Bauweise die Anwohner gar nicht oder nur wenig beeinträchtigt werden, wo aber, anders als am „Hartzloh Ost“ nicht 100 Mietparteien zwangsumgesiedelt werden müssen und auch der Straßenverkehr weiter rollen kann.

 

 

In der Rungestraße könnte die Haltestelle unter einer breiten Parkanlage errichtet werden, sodass nicht einmal die alten Bäume entfernt werden müssten. Diese Lokalisation bietet ein zusätzliches großes Nutzungspotenzial im Hinblick auf zukünftigen Wohnungsbau in östlicher Richtung. Die Fahrstrecke könnte dann neben der Kirche St. Gabriel verlaufen und würde dort nicht die Ruhe der Andacht stören. Noch großzügigere Platzverhältnisse bietet der Langenfort, den die HOCHBAHN längst aus der Planung genommen hat, obwohl hier neben dichten Wohngebieten drei Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft liegen. Hier gäbe es die Möglichkeit, dass die Strecke nach Unterkreuzung der S-Bahn bis zur Sengelmannstraße oberirdisch errichtet werden könnte, was schneller geht und preiswerter ist.

 

Die Anwohner um den Hartzloh werden mittlerweile seit September 2016 von der HOCHBAHN mit einer Hinhalte- und Beschwichtigungstaktik konfrontiert sowie mit den Hinweisen auf eine sorgfältige Planung, die mehr Zeit bedürfe.

 

Die Anwohner sind mittlerweile stark verunsichert und fühlen sich vom Senat, der SPD und den GRÜNEN im Stich gelassen. Das ausweichende Antwortverhalten des Senats auf unsere Anfrage vom 29.11.2016 (Drs. 21/6905) spricht diesbezüglich Bände. In der Drs. 21/7311 finden sich neue Antworten des Rot-Grünen Senats. Die Antworten finden Sie hier.

 

Neues aus dem Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Dulsberg-Hohenfelde

U-Bahnstation "Straßburger Straße" soll in "Dulsberg" umbenannt werden

Es kommt nicht selten vor, dass Dulsbergerinnen und Dulsberger erklären müssen, wo ihr Stadtteil eigentlich liegt. Ein Grund mag sein, dass es keine Haltestelle im HVV-Netz gibt, die den Namen des Stadtteils trägt. Im Stadtteilrat Dulsberg wurde daher lang überlegt, wie die Bekanntheit des Stadtteils Dulsberg gesteigert werden kann. Eine Lö-sung: Die U-Bahn-Station Straßburger Straße" soll in Dulsberg" umbenannt werden. Nahezu alle Fraktionen und Gruppen im Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg beschlossen einen entsprechenden An-trag in der letzten Ausschusssitzung. Allein DIE LINKE stimmte gegen diese Idee des Stadtteilrats und damit gegen den Wunsch der Vertretung der Bürgerinnen und Bürger des Dulsbergs. Alexander Kleinow, Sprecher der SPD im Ausschuss: Klein aber fein. Der Dulsberg hat es verdient bekannter zu werden. Eine U-Bahnstation hat das Potenzial, dieses wichtige Ziel zu fördern." Martin Fischer, Sprecher der CDU im Regionalausschuss, hofft: Wenn auf jeder Runde der U1 aus dem Lautspre-cher klingt Nächster Halt – Dulsberg", identifizieren sich die Menschen vielleicht auch mehr mit ihrem Quartier." Christoph Reiffert, GRÜNER Sprecher für Dulsberg: "Wir finden, dass der 2018 anstehende barrierefreie Umbau der U-Bahn-Haltestelle Straßburger Straße die perfekte Gelegenheit ist, um auch gleich die Schilder auszuwechseln. So entstehen praktisch keine Mehrkosten." Markus Pöstinger, für die Gruppe Piraten im Regionalausschuss, ergänzt: Der Dulsberg hat viel zu bieten: Vom Olympiastützpunkt über die denkmalgeschützten Backsteinfassaden Fritz Schumachers bis hin zum Kulturhof. Den Stadtteil mit einer U-Bahn-Station zu würdigen, die ihren Namen trägt, ist auch daher ein berechtigter Wunsch des Stadtteilrats." Claus-Joachim Dickow, Vertreter der FDP im Regionalausschuss, begrüßt ebenfalls den Beschluss zur Umbenen-nung der Haltestelle 'Straßburger Straße' in 'Dulsberg': "Der Stadtteil Dulsberg wird durch die Benennung einer Halte-stelle deutlich mehr in das Bewußtsein der Hamburgerinnen und Hamburger gerückt. Das tut diesem Stadtteil, in dem sich in den letzten zwanzig Jahren sehr viel getan hat, aber vielen Menschen noch relativ unbekannt ist, sehr gut und wird von der FDP begrüßt."

 

Gamm: Wedel läuft und läuft und läuft und …

Am 12.12.2016 sollte die längst überfällige Grundsatzentscheidung getroffen werden, wie das Heizkraftwerk Wedel ersetzt werden soll. Doch statt eine echte Grundsatzentscheidung zu treffen, hat sich Senator Kerstan abermals um eine verbindliche Entscheidung gedrückt. Jetzt soll über eine konkrete Umsetzung erst Ende 2017 entschieden werden.  

Dazu erklärt Stephan Gamm, energiepolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Obwohl Rot-Grün eine Lösung zum Ersatz der alten Kohledreckschleuder in Wedel schon für 2015 versprochen hatte, ist ein diese immer noch nicht absehbar. Nun soll erst Ende 2017 verbindlich entschieden werden. Das ist ein Bruch der Versprechen aus dem Koalitionsvertrag. Inzwischen wurde rund eine Million Euro für energiewirtschaftliche Gutachten von der grünen Umweltbehörde ausgegeben, ohne dass dabei ein Ergebnis gefunden wurde. Es wird immer deutlicher, dass Umweltsenator Kerstan mit der zukünftigen Sicherung der Wärmeversorgung Hamburgs fachlich und politisch überfordert ist. Die Unfähigkeit, endlich eine Lösung zu finden, wie das älteste Kraftwerk in Wedel ersetzt werden kann, ist ein umweltpolitisches Armutszeugnis mit schweren Folgen für den Klimaschutz. Hamburg wird durch dieses Versagen des grünen Umweltsenators seine Klimaziele krachend verfehlen. Durch diese Mischung aus persönlicher Entscheidungsunfähigkeit und grüner Konzeptlosigkeit droht die Dreckschleuder in Wedel noch viele Jahre am Netz bleiben.“

© CDU Hamburg Barmbek 2017